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15.06.2001 / Ökologische Linke: Rechtsextreme Randale

Ökologische Linke


Nach der Schändung des jüdischen Friedhofs in Hohenems (Vorarlberg) von der die von 80% der VorarlbergerInnen gelesene Tageszeitung "Vorarlberger Nachrichten" sofort wußte, daß sie "keinen politischen Hintergrund" hatte, wurde nun die Ausstellung der Homosexuellen Initiative Wien und der Europride 2001 "Aus dem Leben - Die nationalsozialistische Verfolgung der Homosexuellen in Wien 1938-45" in der Nacht vor ihrer Eröffnung, vom 13. auf den 14. Juni von bislang unbekannten verwüstet. Die Ausstellung hätte erstmals auf einem öffentlichen Platz die Verfolgung Homosexueler durch die Nazis thematisieren sollen. In einem Flugblatt der VernstalterInnen heißt es: "Noch vor wenigen Tagen lehnten es die FPÖ und die ÖVP im österreichischen Parlament ab, homosexuelle Verfolgte der Jahre 1938-45 als Opfer des Nationalsozialismus anzuerkennen. Die Ausstellung, die auf das Schicksal der Homosexuellen aufmerksam macht, die von den Nationalsozialisten verfolgt, ins KZ verschleppt, gefoltert, verstümmelt und ermordet wurden, sollte diesen Menschen, wenn auch nicht ihre Würde zurück geben, so doch die Erinnerung an sie bewahren.

Aufgrund der Ignoranz des Nationalrates wurden diese Menschen erneut nicht als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt, sondern einmal mehr als zurecht Verfolgte und somit als Verbrecher diffamiert. Die geistige Haltung von ÖVP und FPÖ fand ihre tätliche Umsetzung in der Zerstörung der Ausstellung."

Ökologische Linke (ÖKOLI), Schottengasse 3a/1/4/59, A-1010 Wien, e-milio: oekoli_wien  @  gmx.net, http://www.oekoli.cjb.net, Ökoli Vorarlberg: http://PolitiX.cjb.net

 

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